E-Sport: Die Lust ist ungebrochen

Ein Trend bezeichnet normalerweise eine temporäre Erscheinung, etwas, das gehypt wird, um anschließend wieder in der Versenkung zu verschwinden. Second Life ist wohl das berühmteste Beispiel, das die Onlinewelt zu bieten hat. So manche Experten bezeichnen den e-Sport ebenfalls als einen Trend. Doch liegen sie damit nicht ganz richtig, denn Trends verschwinden, aber der e-Sport bleibt. Gaming besitzt das größte Wachstumspotenzial im Netz. Die Umsätze steigen seit Jahren kontinuierlich um fünf Prozent und mehr pro Jahr. Diese Zahlen lassen aufhorchen und sie stimulieren die Kreativität der großen Technologie-Konzerne.

Der Ausgang ist noch völlig offen

Beim Thema Musik und Film sind die Felle im Großen und Ganzen verteilt. Eine Überraschung könnte lediglich die Zerschlagung Spotifys darstellen, doch ist die noch in weiter Ferne und würde auch lediglich dazu führen, dass die Konkurrenten die Kunden unter sich aufteilen. Beim Thema Film bläst zwar im Moment der Disney-Konzern zur Attacke, doch auch hier ist der Markt weitestgehend erschlossen.

Beim Gaming geht noch was

Hier herrscht noch eine gewisse Goldgräberstimmung und es mischen viele mit. Google und Apple haben das erkannt und wollen ihre Marktpositionen nutzen, um auch vom Gaming zu profitieren. Die Wege könnten unterschiedlicher kaum sein, denn während Apple über sein iTunes-Abo-Modell versuchen möchte, die spielbegeisterten Nutzer für 9,99 Euro pro Monat mit den besten Titeln zu versorgen, wagt Google den ganz großen Wurf. Google will die nahezu endlose Rechenleistung seiner Cloud nutzen, um auf ihr die Spiele laufen zu lassen, die keinerlei Wünsche mehr übrig lassen. Eine nie dagewesene Detailtreue und Mulitplayerversionen, die alles in den Schatten stellen, was es bisher gab.

Für die Entwicklerteams gehen neue Türen auf. Apple wie Google investieren gerade enorm viel Geld in Gaming und den e-Sport, und die Spielstudios haben nun die Chance, davon massiv zu profitieren. Sie werden sich entscheiden müssen, welchem Konzern sie folgen möchten. Denn die Konzepte lassen kein zweigleisiges Programmieren zu, zumal Apple auf Exklusivität setzt, ein Konzept, das bei den Filmportalen wie Netflix perfekt funktioniert.